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FH oder Uni 2021? Was ist besser? Wo liegen die Unterschiede?

Anna Milena von Gersdorff

(Head of Marketing)

10.11.2021

Anna Milena von Gersdorff leitet als Online-Marketing Expertin den GWriters Blog sowie alle Veröffentlichungen, Änderungen und Sonderaktionen auf unserer Webseite. Darüber hinaus ist Sie für gesamte Öffentlichkeitsarbeit und die Kommunikation mit unseren Medienpartnern zuständig.

Vor der Aufnahme eines Studiums stellt sich nicht nur die Frage, an welchem Ort Sie sich einschreiben. Viel wegweisender ist die Entscheidung zwischen FH oder Uni. Mit der Entscheidung zwischen Unis und FHs geben Sie die Richtung für Ihr gesamtes Studium vor. Und im Grunde genommen bahnen Studierende mit der Wahl der Hochschulart auch schon ihre spätere Karriere an.

Wenn Sie einmal in der Forschung arbeiten wollen, dann sollten Sie ihren Abschluss an einer Universität machen. Das Klischee, dass die Unis die Theoretiker und die Fachhochschulen die Praktiker ausbilden, stimmt jedoch in dieser Einfachheit nicht mehr. Mittlerweile sind auch FHs bei der Exzellenzinitiative dabei. Und auch die Abschlüsse von beiden Hochschulformen werden inzwischen gleich gewertet und bei der späteren Bezahlung werden die Unterschiede geringer.

Wahl der Fachrichtung: abhängig von der FH oder Uni?

Bestimmte Fächer gibt es ohnehin nur an einer der beiden Hochschulformen. Für Jura, Medizin, Lehramt und auch fast alle Geisteswissenschaften können Studienbewerber sich ausschließlich an Universitäten einschreiben. Die Fachhochschulen sind, was die Studienmöglichkeiten angeht, meist praktischer aufgestellt. Hier können Sie z.B. auch einen juristischen Studiengang wählen – aber der ist dann konkret auf die praktische Anwendung ausgerichtet. Während Sie also an einer Uni Jura studieren, können Sie sich an einer FH für Wirtschaftsrecht einschreiben.

Weitere klassische FH-Fächer sind Maschinenbau, Architektur oder Energietechnik. Die Entscheidung zwischen Uni oder FH ist komplex und soll hier nicht auf einmal abgehandelt werden. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Unterschiede es im wissenschaftlichen Arbeiten an den beiden Hochschultypen gibt.

Was ist besser FH oder Uni?

Die Unterschiede zwischen Universität und Fachhochschule verschwimmen immer mehr. Lange Zeit bestand der Hauptunterschied Fachhochschule vs. Universität darin, dass nur die Unis das Promotionsrecht hatten und den Doktortitel vergeben durften. Das hat sich inzwischen geändert.

Auch an der Fachhochschule können mittlerweile prinzipiell Doktortitel erworben werden – allerdings machen de facto bislang die wenigsten Fachhochschulen von ihrem Promotionsrecht Gebrauch. Dieses muss nämlich erst in den Hochschulgesetzen der einzelnen Bundesländer verankert werden. Bis heute sehen sich deswegen Universitäten stärker in der Tradition der Wissenschaft, während Fachhochschulen eher praktisch ausbilden.

Wahl der Studiengang an der FH und Uni

An einer Uni sollten Sie sich also einschreiben, wenn Sie sich für ein theoretisches Fach interessieren. An der FH sind Sie richtig, wenn Sie anwendungsbezogen studieren wollen. Typische Studiengänge an den unterschiedlichen Hochschularten sehen Sie hier:

Universität

Fachhochschule

Jura

Wirtschaftsrecht, Medienrecht

Sprachwissenschaften: Germanistik, Anglistik, Romanistik, Skandinavistik usw.

Wirtschaftsübersetzen

Theologie

Interkulturelle Theologie und Gemeindeleitung

Naturwissenschaften: Physik, Chemie, Biologie

Technische Physik, Chemical Engineering, Biomedical Sciences

Informatik

Wirtschaftsinformatik

Allerdings hat das Klischee weitgehend ausgedient, dass sich an Fachhochschulen v.a. Kinder aus Arbeiterfamilien einschreiben. An FHs – so ein weiteres Vorurteil – ist das Studium auch nicht leichter als an den Universitäten: Studierendensurveys zeigen, dass Leistungsniveau und Leistungsdruck an beiden Bildungseinrichtungen ähnlich sind. Auch die Regelstudienzeit ist gleich. Wie die Tabelle zeigt, unterscheidet sich das Studienangebot an FH oder Uni. Aber auch die Universitäten bieten seit der Bologna-Reform ein deutlich praxisorientierteres Lernumfeld.

Mehr Information über die oben genannten Fachrichtungen erfahren Sie hier.

Ist jede Hochschule eine Universität?

Es gibt in Deutschland verschiedene Formen von Hochschulen. Gemeinsam ist allen, dass sie nur mit einer zuvor erworbenen Hochschulreife besucht werden dürfen. Diese Zugangsvoraussetzung wird oft mit dem klassischen Abitur gleichgesetzt.

Eine Hochschule ist eine Bildungseinrichtung, an der Forschung betrieben wird. Hier wird wissenschaftliche Lehre betrieben und es werden Zertifikate mit Abschlussnoten verliehen. Universitäten sind also nur eine Form von Hochschulen. Daneben gibt es in Deutschland Fachhochschulen und Musikhochschulen bzw. Kunsthochschulen

Zugang zu den unterschiedlichen Hochschularten

Egal, ob Sie sich an FH oder Uni oder an einer künstlerischen Bildungseinrichtung einschreiben wollen: Voraussetzung ist der Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung. Das Abitur berechtigt Sie zum Studium an jeder deutschen Hochschule. Nicht umsonst heißt es Hochschulreife: In diesem Falle können Sie sich also für Uni oder FH entscheiden. Allerdings ergeben sich Studienmöglichkeiten auch auf anderen Wegen. Es gibt das Fachabitur, die Berufsausbildung mit Abitur und verschiedene Möglichkeiten des zweiten Bildungsweges.

Als Zugang zur FH reicht auch das Berufsabitur oder die Fachhochschulreife. Dieser Hochschultyp ist also auch für den zweiten Bildungsweg geeignet: Auch Absolventen und Absolventinnen einer Berufsausbildung können sich nach dem Erwerb einer verkürzten Fachhochschulreife hier einschreiben.

Zugangsvorraussetzung-universität oder Fachhochschule

Kunst- und Musikhochschulen

Um an einer Kunst- und Musikhochschule angenommen zu werden, müssen Sie zusätzlich eine Aufnahmeprüfung machen und Arbeitsproben einreichen. Auch für sehr nachgefragte Studiengänge an FH oder Uni sind manchmal Aufnahmetests nötig. Wie genau die Studienplätze an der Einrichtung Ihrer Wahl vergeben werden, sollten Sie rechtzeitig erfragen.

Jede Einrichtung bietet einen Schnuppertag an, bei dem Sie mit Dozenten und Studis ins Gespräch kommen können. Hier können Sie die genauen Aufnahmekriterien erfragen und sich ein Bild über die Studienbedingungen machen. Meist ist es auch möglich, zum Tag der offenen Tür ein Seminar oder eine Vorlesung zu besuchen. Im aktuellen Studierendensurvey können Sie zudem nachsehen, wie hoch der Arbeitsaufwand für verschiedene Studiengänge ist.

Ist ein Fachhochschulabschluss ein Hochschulabschluss?

Sowohl an Unis als auch an Fachhochschulen werden die Abschlüsse nach dem Muster Bachelor, Master, Promotion vergeben. Seit den Bologna-Reformen werden die Abschlüsse nach einem gestuften System erworben und sind daher gleichrangig. Ein Fachhochschulabschluss ist also tatsächlich ein Hochschulabschluss.

Ein Ziel des Bologna-Prozesses war es, die Studiengänge europaweit durchlässiger zu machen. Das hat den Nebeneffekt, dass auch der Wechsel zwischen den Hochschultypen leichter wird. Mit einem Bachelor-Abschluss von der FH können Sie inzwischen relativ problemlos einen Master-Abschluss an einer Uni dranhängen. Wenn sich die Anzahl der Credit Points (Kreditpunkte) unterscheidet, können die Punkte beim Wechsel der Hochschulform meist nachgeholt werden. Die Entscheidung FH oder Uni bedeutet also längst keine Einbahnstraße mehr.

An der folgenden Grafik erkennen Sie, dass die Anteile der Bachelorstudiengänge in den Ingenieur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an Universitäten eindeutig geringer liegen als an den Fachhochschulen. Wobei die Anzahl der Studierenden der Masterstudiengänge an Universitäten höher als an den Fachhochschulen liegen. Da viele Studierende in den Ingenieurwissenschaften und Sozialwissenschaften auf Lehramt studieren möchten, benötigen sie das Staatsexamen, welches nur an den Universitäten möglich ist.

Angestrebter Abschluss nach Art und Fachrichtung von Studierenden an Universitäten und Fachhochschulen (WS 2015/16)

An der folgenden Grafik erkennen Sie, dass die Anteile der Bachelorstudiengänge in den Ingenieur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an Universitäten eindeutig geringer liegen als an den Fachhochschulen. Wobei die Anzahl der Studierenden der Masterstudiengänge an Universitäten höher als an den Fachhochschulen liegen. Da viele Studierende in den Ingenieurwissenschaften und Sozialwissenschaften auf Lehramt studieren möchten, benötigen sie das Staatsexamen, welches nur an den Universitäten möglich ist.

anzahl der studierende- Uni-vs-hochschule

FH oder Uni unterscheiden sich im wissenschaftlichen Arbeiten

Die Unterschiede zwischen FH und Uni verschwimmen also immer mehr. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Einrichtungen betrifft inzwischen das wissenschaftliche Arbeiten. Allerdings ist das tatsächlich ein gewichtiges Unterscheidungsmerkmal: Mit der Entscheidung zwischen Uni oder FH wählen Sie letztlich die Arbeitsweise für Ihr Studium. Das sollte gut bedacht sein, denn die jeweiligen Lehrpläne begleiten Sie ein paar Jahre lang.

Wenn Sie die Wahl zwischen Uni oder FH treffen müssen, dann sollten Sie also darauf achten, welche Arbeitsweise Ihnen liegt: Benötigen Sie viel Anleitung und Betreuung? Dann sollten Sie eine FH wählen. Hier werden Sie enger betreut, haben allerdings auch Anwesenheitspflicht. Arbeiten Sie hingegen lieber selbständig, sind Sie an einer Uni besser aufgehoben.

FH: Studium ist verschulter

Grundsätzlich ist das Studium an einer FH verschulter als an der Universität. Die Umstellung nach der Schulzeit fällt hier also leichter. Die Struktur an der FH ist relativ eng vorgeben: Es gibt Stundenpläne, in denen die Wochenstunden pro Fach eingetragen sind, es besteht Anwesenheitspflicht. Sehr verschult ist auch die Durchführung des Studiums an einer Fachhochschule dominieren Seminare und Übungen. Die Ausbildung erfolgt hier direkt berufsvorbereitend. Praxiseinheiten sind im Curriculum integriert und Sie können nach dem Abschluss schon erste Berufserfahrungen vorweisen.

An einer Uni hingegen sind Sie in allem freier: Wahl der einzelnen Vorlesungen und Module, Zeitplan, Schwerpunktsetzung. Auch wo Sie Ihren Praxistransfer machen, können Sie relativ frei selbst entscheiden. Allerdings müssen Sie auch sehr stark Ihren Studienfortschritt kontrollieren. Wir haben Ihnen hier die wesentlichen Unterschiede zwischen Uni und FH zusammengestellt.

 

Fachhochschule

Universität

Ausrichtung

Angewandte Forschung, Fokus auf Praxis

Grundlagenforschung, Fokus auf Theorie

Ausbildungsziel

Praktische Ausbildung

Ausbildung für ein konkretes Berufsbild

Wissenschaftliche Ausbildung

Ausbildung für ein allgemeines Berufsbild

Zulassungsvoraussetzung

Abitur, Berufsabitur

Abitur

Studienform

Vollzeit, Teilzeit, berufsbegleitend

Vollzeit, Teilzeit

Studienabschlüsse

Bachelor als Regelabschluss, Masterabschluss

nicht zu jedem Bachelorstudiengang gibt es einen aufbauenden Masterstudiengang, zum Teil müssen Zusatzleistungen erbracht werden, um zum Master zugelassen zu werden)

Bachelor

Master als Regelabschluss

PhD (Doktorat)

konsekutive Masterstudienprogramme (Master schließt direkt an Bachelor an) und spezialisierte Masterstudiengänge (z.T. mit Zugangsbedingungen)

Studiendauer bis zum Regelabschluss (Vollzeit)

6 Semester

9 bis 10 Semester

Struktur des Studiums

stark strukturiert, Lehrplan muss abgearbeitet werden

vorgegebene Stundenpläne it fester Anzahl an Wochenstunden

hohes Maß an Selbständigkeit

Stundenpläne können im Rahmen der Lehrpläneselbst zusammengestellt werden

Wahl- und Kombinationsmöglichkeiten

Unterrichtssituation und Lernumfeld

überschaubare Seminargruppen, die oft die gesamte Studienzeit gemeinsam verbringen

enges Verhältnis zu den Kommilitonen

Anwesenheitskontrolle

größere Anonymität in den Lehrveranstaltungen, viele Vorlesungen

Kontakt zu den Kommilitonen muss aktiv gesucht werden

Großer Unterschied: Lernumfeld

An Fachhochschulen dominiert die Wissensvermittlung über Seminare und Übungen. Hier sitzen Sie mit maximal 30 bis 40 Kommilitonen zusammen. Wenn Sie hier etwas nicht verstehen, können Sie direkt nachfragen. An der Uni hingegen ist die Hauptunterrichtsform die Vorlesung. Je nach Fach kommen in einem Hörsaal bis zu 500 Studis zusammen.

Beispiel: Wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge an FH oder Uni

Wenn Sie sich für den BWL-Studiengang an einer FH entscheiden, dann studieren Sie mit einem hohen Praxisbezug. Die Dozenten und Lehrbeauftragten stammen meist aus dem Berufsleben. Häufig gibt es schon Kooperationen zwischen FH und Firmen, in denen Sie Ihre Praxisphasen absolvieren können. Absolventen und Absolventinnen solcher Studiengänge haben dann oft schon einen Fuß in der Tür.

An der Beuth-Hochschule Berlin etwa sind für den Bachelor in BWL sechs Praxisphasen vorgesehen, die bereits ab dem ersten Semester beginnen. Sie verbringen dann in jedem Studiensemester zehn Wochen in einem Unternehmen. In jeder Praxisphase müssen Sie konkrete betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen bearbeiten.

Im BWL-Bachelor an der Uni Leipzig wird sehr viel theoretischer herangegangen. Erst im 3. Studienjahr ist ein Praktikum vorgesehen. Hier liegt der Fokus eindeutig auf der wissenschaftlichen Vermittlung der fachlichen Inhalte. Während an der FH also die grundlegenden Formeln und Gleichungen eines Faches angewendet werden, lernen Sie an der Uni, wie Sie die Formeln und Gleichungen herleiten.

Egal, ob FH oder Uni: Hausarbeiten müssen überall geschrieben werden

Was sich nicht unterscheidet an beiden Hochschularten, ist die Pflicht für Studenten und Studentinnen, Beleg- und Hausarbeiten zu schreiben. Die Anzahl variiert sehr stark je nach Studienort, drei Hausarbeiten pro Semester sind jedoch an beiden Hochschularten mindestens fällig. An der FH ist die Betreuung während des Studiums zwar engmaschiger, aber Ihre Belegarbeiten müssen Sie auch hier alleine schreiben. Bei Schwierigkeiten können Ihnen Ghostwriter weiterhelfen. Besonders Studienanfänger haben oft Mühe, die ersten wissenschaftlichen Arbeiten korrekt zu verfassen.

Ghostwriter sind erfahrene Akademiker, die Sie in Ihrem Studienprozess begleiten können. Neben dem Verfassen von Mustervorlagen für Hausarbeiten können Ghostwriter Sie durch ein wissenschaftliches Lektorat unterstützen. Für die praktischen Anteile an der FH sind Praktikumsberichte nötig. Auch hierfür gibt es Unterstützung.

Die Bewertung der Belegarbeiten erfolgt an Uni und FH nach wissenschaftlichen Kriterien – ob diese an der FH wegen des höheren Praxisbezugs des Studiums etwas laxer ausgelegt werden als an der Uni, lässt sich nicht pauschal sagen. Weil das Studium an einer FH grundsätzlich verschulter aufgebaut ist und die Dozenten und Lehrbeauftragten weniger Studenten betreuen müssen, können Sie hier eine engere Betreuung erwarten. Bewertet wird am Ende aber, wie Sie das Gelernte umgesetzt haben.

Anzahl der Belegarbeiten an Uni oder FH ähnlich

Die Wahl der Hochschulart entscheidet in gewissem Sinne auch über die Themen der Belegarbeiten mit, die Sie während des Studiums schreiben müssen. Auch die Anzahl der zu schreibenden Arbeiten ist je nach Hochschule unterschiedlich geregelt – allerdings gibt es hier keine gravierenden Unterschiede zwischen FH oder Uni. Egal, für welchen Hochschultyp Sie sich entscheiden, bei den Belegarbeiten können Sie sich in jedem Falle von erfahrenen Ghostwritern unterstützen lassen.

Abschlussarbeit in allen Studienmodellen

Sowohl an der Uni als auch an der Fachhochschule muss eine Abschlussarbeit geschrieben werden. Hier werden die Unterschiede zwischen beiden Hochschulformen besonders deutlich: An einer Fachhochschule hat die Abschlussarbeit einen engen Praxisbezug. Sie schreiben eine solche Arbeit entweder direkt im Zusammenhang mit einem Betriebspraktikum. Oder Sie untersuchen eine praktische Frage. Dafür müssen Sie z.B. eine Umfrage machen oder Unternehmensinterviews führen. Auch wenn Sie das zuvor im Studium behandelt haben, ist die Umsetzung in die Praxis oft nicht so einfach. Hier können Sie die Unterstützung von Ghostwritern nutzen, die Erfahrung mit Umfragetools oder bei der Auswertung von Interviews haben.

Eine Abschlussarbeit (Bachelorarbeit, Masterarbeit, Doktorarbeit, Staatsexamen) an der Uni hingegen zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine Forschungslücke schließt. Der Fokus ist hier ganz klar theoretisch: Sie müssen die Forschungslücke erst einmal finden und das Thema dann bearbeiten. Manche Dozenten haben Listen mit Themen für Abschlussarbeiten. Besser ist es aber immer, wenn das Thema oder wenigstens die grobe Eingrenzung von Ihnen kommt. Auch hierbei können erfahrene Ghostwriter Sie unterstützen.

Fachhochschule vs. Uni: Unterschiedliche Themen für die Abschlussarbeiten

Deutliche Differenzen gibt es jedoch bei den Abschlussarbeiten. An der Uni werden im Fachbereich BWL Arbeiten geschrieben, die viel theoretischer und wissenschaftlicher sind als die Arbeiten an der FH. Der Fachbereich BWL der Uni Marburg bietet als Themen für die Abschlussarbeit unter anderem reine Literaturarbeiten an. Sie können hier z.B. einen Literatur Review zu Corporate Venture Modes verfassen. An einer FH werden Sie solche rein theoretischen Themen nicht finden. An der Beuth Hochschule Berlin  lautete 2020 der Titel einer Bachelorarbeit „Agile Zusammenarbeit in einer digitalisierten Arbeitswelt - Eine empirische Analyse am Beispiel von XXX“. Eine weitere Arbeit wurde zur Digitalisierung der Gastronomie verfasst, es wurden Chancen und Risiken für Gastronomen beleuchtet.

Zusammengefasst: Vor und Nachteile der jeweiligen Hochschulform

Ob Sie sich für ein Studium an FH oder Uni entscheiden, hängt von verschiedenen Überlegungen bzw. Punkten ab. Sind Sie eher der praktische Typ oder interessieren Sie sich für die Hintergründe des Faches? Studieren Sie mit einem konkreten Berufsziel oder wollen Sie in der Wissenschaft bleiben?

 

Fachhochschule

Vorteile

  • Praxisbezug, dadurch schon Arbeitserfahrung

  • Promotionen sind z.T. möglich, aber noch nicht flächendeckend

  • Anwendungsorientiertes Studium

  • kleine Seminargruppen, familiäre Atmosphäre

  • Kontakte und Netzwerke können geknüpft werden

Nachteile

  • verschultes Studium

  • kaum Möglichkeit, um individuelle Schwerpunkte im Studium zu setzen

Wahl des Studienfachs nicht von der Hochschulart abhängig machen

Grundsätzlich sollten Ihre Interessen und Berufsvorstellungen ausschlaggebend sein bei der Wahl der Hochschulform. Informieren Sie sich also vorab und lassen Sie sich beraten! Bei Zweifeln und Unklarheiten kann eine Studienberatung angebracht sein. Da unsere Professoren sehr viele Erfahrungen in unterschiedlichen Lerninstituten gemacht haben, können sie Ihnen entscheidende Tipps geben. So können Sie die Entscheidung zwischen Uni oder FH gut begründet treffen. Mehr Informationen über die schwierigsten Studiengänge finden Sie hier.

FH oder Uni – es gibt auch noch die private Variante

Neben der Alternative Uni oder FH können Sie sich bei beidem auch noch zwischen der staatlichen und der privaten Variante entscheiden. Der Hauptunterschied besteht darin, wie sich die Bildungseinrichtung finanziert. Staatliche Hochschulen werden steuerlich finanziert. Private Hochschulen und Akademien finanzieren sich selbst – und zwar vor allem über Studiengebühren.

Gerade bei Fächern mit N.C.-Zugang kann die private Alternative eine Option sein. Private Hochschulen sind grundsätzlich weniger nachgefragt –aber wegen der Studiengebühren muss diese Wahl natürlich gut überlegt sein. Denn selbst, wenn Sie BaföG-berechtigt sind, ein Förderstipendium oder eine anderweitige Förderung erhalten, erhöht sich die Studienbeihilfe nicht, wenn Sie ein privates Studienangebot nutzen.

Weiterführende Quellen

Süddeutsche Zeitung (2017): Entscheidung: Uni oder FH:Der feine Unterschied

Bundesministerium für Bildung und Forschung (2016): Studiensituation und studentische Orientierungen 13. Studierendensurvey an Universitäten und Fachhochschulen

Naumann (2015): Warum die FH manchmal sogar besser ist als die Uni

BWL-Studieren (2021): Uni, FH oder Akademie? – Wo soll ich BWL studieren?

Reuter (2019): Uni oder Fachhochschule?