Qualitative Inhaltsanalyse - Auswertungsverfahren

Video: Qualitative Inhaltsanalyse – die wichtigsten Auswertungsverfahren

In diesem Video-Tutorial wird detailliert und anschaulich die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring erläutert, um Ihnen das Wissen und die notwendigen Fähigkeiten auf den Weg zu geben, um wissenschaftliche Texte ergebnisreicher und bis ins Detail analysieren zu können. Der Schwerpunkt liegt zunächst nicht auf der Vorgehensweise der qualitativen Inhaltsanalyse, sondern auf deren Auswertungsverfahren. Dabei werden drei elementaren Techniken erklärt: 1. die Zusammenfassung, 2. die Explikation und 3. die Strukturierung. Schauen Sie jetzt unser neuestes Video und profitieren Sie bei Ihre nächsten wissenschaftlichen Arbeiten von unserem Expertenwissen!

Qualitative Inhaltsanalyse: dieAuswertungsverfahren

Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren GWriters-Videotutorial. GWriters ist eine akademische Ghostwriter Agentur, die sich auf Korrektorate, Lektorate, Coachings, Begleitungen bei der Erstellung wissenschaftlicher Texte und die Erstellung wissenschaftlicher Texte selber spezialisiert hat. Heute möchten wir Ihnen ein wichtiges Thema nahebringen, das im Rahmen der wissenschaftlichen Erarbeitung und, der wissenschaftlichen Bearbeitung von Texten eine wichtige Rolle spielt, nämlich die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring. Und heute geht es nicht insgesamt um die Vorgehensweise im Rahmen der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, sondern es geht um die Auswertungsverfahren, um die Auswertungsmethodik. Das ist nämlich der Kern der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, und heute möchten wir Ihnen zeigen, was Unterschiede bei diesen einzelnen Auswertungsverfahren, bei diesen einzelnen Auswertungsmethodiken sind, wie sie angewendet werden und wo Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren sind und auch die Frage stellen, so weit das in der Kürze der Zeit möglich ist, für welche Situationen sich die einzelnen Verfahren eignen und für welche eher weniger.

Wie gesagt, die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring ist ein sehr, sehr wichtiges Verfahren, auch ein sehr bekanntes Verfahren innerhalb der wissenschaftlichen Erarbeitung von Texten, was ist Ziel der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring? Ziel ist es, Texte zu erfassen, Texte in ihrer Gesamtheit zu erfassen, Informationen in der Gesamtheit zu erfassen und letztlich aus einer Fülle von Informationen, die man zur Verfügung hat, ein Extrakt aus dem Text heraus auslesen zu können und dann zu sagen können, das ist die zentrale Botschaft, das ist die zentrale Information, die ich aus diesem Text mitnehmen möchte. Text nennt Mayring in der Regel Material und Material ist oftmals im Rahmen der Vorgehensweise dann natürlich festzulegen und ist oftmals ein Experteninterview oder sind transkribierte Experteninterviews.

Technik Nr. 1: Die Zusammenfassung

Wie schon angedeutet, wie schon erwähnt, gibt es drei Techniken, drei Auswertungsverfahren, drei Auswertungsmethodiken im Rahmen der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Zusammenfassung, die Explikation, die sogenannte Anreicherung, und die Strukturierung, die nach bestimmten Ordnungskriterien vorgeht. Fangen wir zunächst einmal an mit der Zusammenfassung, deswegen auch, weil das die durchaus gängigste Methode ist, das gängigste Verfahren innerhalb der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ist und dementsprechend auch häufig angewendet und verwendet wird. Was geschieht nun im Rahmen dieser Zusammenfassung?

Im Vorfeld dieser Entscheidung, für welches Verfahren, für welche Methodik man sich entschieden hat, hat man Codes definiert, hat man Kriterien definiert, anhand derer man den Text analysiert und erforscht und erhebt. Bei der Zusammenfassung geht es jetzt dann darum zu schauen und nachzuvollziehen, was sind zentrale Aussagen aus diesem Text, um, Mayring sagt, einen überschaubaren Korpus zu erreichen.

Das heißt, aus dieser Vielzahl, aus dieser Fülle an Informationen, nehmen Sie ein Experteninterview, das beispielsweise drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn Seiten hat, diese Informationen anhand im Vorfeld definierter Kriterien, Klammer auf Codes, Klammer zu, zu reduzieren auf einen überschaubaren Korpus ohne aber wesentliche Informationen gar zu verlieren, nein, im Gegenteil, sogar die Informationen zu verdichten, zusammenzufassen und, deswegen heißt es auch Zusammenfassung, am Ende die zentralen Informationen zu erhalten und zur Verfügung zu haben, mit denen man dann auch in der wissenschaftlichen Arbeit weiter arbeiten kann.

Es findet also quasi eine Art Reduktion, wenn Sie es so wollen, des Textes statt, eine Reduktion, eine Fokussierung des Textes auf zentrale Aussagen im Sinne einer Zusammenfassung, so dass Sie dann am Ende in der Lage sein werden, einen nach verschiedenen Kategorien durchgeforsteten Text in wenigen Sätzen zusammenzufassen, zusammenzuführen, ohne aber einen Verlust an Informationen oder ein Weniger an Informationsgehalt zu diesem Text zu haben.

Technik Nr. 2: Die Explikation

Die zweite Methodik, die sogenannte Explikation, die Anreicherung, verfolgt eine andere Idee. Hier wird man auch wieder mit Hilfe dieser im Vorfeld definierten Kategorie, Klammer auf Codes, Klammer zu, auch wiederum den Text durchforsten, wird für sich anhand dieser Codes relevante Textstellen erheben, relevante Textstellen identifizieren, dann geht es aber nicht um die Zusammenfassung dieser relevanten Textstellen, sondern es geht dann darum, diese relevanten Textstellen mit weiteren Informationen anzureichern.

Diese weiteren Informationen können zum Beispiel aus der Literatur kommen, können aus anderen Experteninterviews kommen, können aus anderen empirischen Forschungen, beispielsweise einer Onlinebefragung kommen, das heißt, es geht darum, Textstellen, die man identifiziert hat, um weitere Informationen anzureichern, um weitere Informationen zu befüllen oder mit weiteren Informationen zu befüllen, um noch einen Mehrwert aus diesem Text zu schaffen, eine nächste Stufe sozusagen in diesem Text zu erreichen, in dem man eben erkennt, dass gewisse Informationen, beispielsweise die Experten gesagt haben, die man aber noch anreichern kann um zusätzliche verfügbare Informationen, um zu einer noch höheren Informationsstufe zu kommen. Das ist die Technik oder die Idee der sogenannten Explikation.

Technik Nr. 3: Die Strukturierung

Und zum Schluss haben wir noch das Thema der sogenannten Strukturierung. Strukturierung, hier geht es darum, dass man im Vorfeld Ordnungskriterien definiert und diesen Text nach Ordnungskriterien kritisiert, strukturiert, durchforstet und am Ende schaut, wo finden sich diese im Vorfeld definierten Ordnungskriterien im Text wieder? Es geht hier also weniger um eine Zusammenfassung der zentralen Informationen, es geht auch nicht um eine Anreicherung des Textes um Informationen, es geht vielmehr eben darum, einen Text anhand von Ordnungskriterien zu durchforsten, zu erheben und dann am Ende zu sagen, wo finde ich jetzt diese einzelnen Ordnungskriterien im Text wieder, um am Ende beispielsweise über diese Ordnungskriterien einen Abgleich mit einer bisher erstellten theoretischen Arbeit vornehmen zu können.

Sie sehen also, drei Verfahren, drei Methodiken, die sich auch stark voneinander unterscheiden und sicherlich auch unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten, so wie auch Vor- und Nachteile haben. Die Zusammenfassung ist ein relativ einfaches Verfahren, das ist mit Sicherheit der Vorteil. Natürlich ist sie jetzt nicht so genau wie vielleicht die Explikation oder das letzte Verfahren, die Strukturierung, aber sie ist auf jeden Fall geeignet, um eine große Fülle an Texten zu erfassen, zu bearbeiten und daraus ein Extrakt abzuleiten.

Die Explikation ist dann geeignet, wenn es mehr darum geht, Texte durch Informationen anzureichern, das ist dann auch ihr Vorteil, das ist ihr Mehrwert. Das wird man eher tun, wenn die Menge der Texte überschaubarer ist und man auch vielleicht mit dem Inhalt der Texte auch noch nicht so zufrieden ist, in Anführungszeichen, wenn man sich also noch einen Mehrwert an Informationen verspricht. Und die Strukturierung, die kann man wiederum anwenden, wenn eine große Fülle an Informationen, eine große Fülle an Texten vorhanden ist und wenn es eher darum geht, eine Struktur in diesen Texten zu suchen und zu finden, da hat diese Methodik ihren Vorteil. Sie ist aber, und das ist wiederum der Nachteil, relativ aufwendig, weil Sie wirklich die ganzen Texte mehrfach auch im Zweifelsfall nach diesen Ordnungskriterien durchforsten müssen.

Sie sehen also, alle Verfahren haben Vor- und Nachteile, werden auch unterschiedlich angewendet. Wichtig ist auf jeden Fall, egal für welches Verfahren, egal für welche Methodik Sie sich entscheiden, am Anfang eine Übersicht über den Text zu verschaffen, sich auch anzuschauen, wie dieser Text erfasst wurde, was ist Quelle, was ist Herkunft dieses Textes, weil nur dann, wenn Sie dazu in der Lage sind und das getan haben, werden Sie auch in der Lage sein, sich für eine dieser drei Techniken zu entscheiden. Wenn Sie dann diese Entscheidung getroffen haben, dann kann aber die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring auf jeden Fall ein sehr, sehr wertvolles Verfahren sein, egal für welche dieser drei Methodiken Sie sich entschieden haben, um danach Texte zu durchforsten und dann Informationen zusammenzuführen.

Wenn Sie Hilfestellung, Unterstützung brauchen, sei es jetzt bei der qualitativen Inhaltsanalyse allgemein als Methodik, sei es aber auch bei der Durchführung, sei es bei der Entscheidung, welches dieser drei Verfahren oder dieser drei Methoden jetzt für Sie das Richtige oder die Richtige ist, dann ist G-Writers gerne in dieser Form Ihr Ansprechpartner, sei es in Form eines Coachings, sei es in Form einer Begleitung, sei es in Form einer Prüfung auch eines fertigen Textes oder auch der Durchführung einer qualitativen Inhaltsanalyse.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Glück, viel Erfolg bei der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und insbesondere bei der Anwendung dieser drei vorgestellten Verfahren, beziehungsweise Methoden. Bei Fragen und Bedarf nach Hilfestellung zu dem Thema können Sie uns gerne kontaktieren.