Mixed Methods ansatz

Mixed Methods - So kombinieren Sie qualitative & quantitative Methoden!

Anna Milena von Gersdorff

(Head of Marketing)

01.11.2021

Anna Milena von Gersdorff leitet als Online-Marketing Expertin den GWriters Blog sowie alle Veröffentlichungen, Änderungen und Sonderaktionen auf unserer Webseite. Darüber hinaus ist Sie für gesamte Öffentlichkeitsarbeit und die Kommunikation mit unseren Medienpartnern zuständig.

Viele Studierende müssen in Ihrer Abschlussarbeit eine empirische Forschung mit Forschungsmethoden durchführen. Eines der häufigsten Analyseverfahren, das in einer wissenschaftlichen Arbeit benutzt wird, ist der Mixed Methods Ansatz. In diesem Beitrag erklären unsere Experten Ihnen den Mixed Methods Ansatz anhand anschaulicher Beispiele!

Was ist Mixed Methods Ansatz?

Beim Konzept des Mixed Methods Ansatzes handelt es sich um eine Kombination qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden. Das Forschungsdesign ist gleichzeitig auch das Studiendesign, was bedeutet, dass vor einer empirischen Forschung eine Untersuchungsplanung erstellt werden muss. Im Studiendesign werden alle Angaben zur Forschungsplanung gemacht, um eine wissenschaftliche Analyse durchführen zu können.

mixed method design

Forschungsort = Forschungswerkstatt

Ein wichtiger Ort für die Anwendung einer Methodenforschung ist die Forschungswerkstatt Ihrer Universität. Viele Universitäten und Hochschulen bieten solche Forschungswerkstätte an, an denen Forschungsmitarbeiter Studierende unterstützend begleitet.

Die Forschungswerkstatt-Mitglieder arbeiten mit unterschiedlichen Methodenansätzen (z.B. statistische Analysen, Experteninterview, Befragungen, Beobachtungen etc.). Außerdem erhalten Sie von diesen Beispiel-Abschlussarbeiten in denen eine empirische Methodentriangulation angewendet wird.

Wann wird das Mixed Methods Design angewendet?

Häufig wenden Lehramtsstudierende in der Medienpädagogik diese Methoden an. Medienpädagogische Forschung und Praxis stehen in einem komplexen Zusammenhang mit Informationsmedien. Die Medienpädagogik beschäftigt sich mit dem Medienverhalten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Hierbei untersucht ein medienpädagogischer Akademiker, unter welchen Bedingungen Menschen mit Medien konfrontiert sind und wie sie mit medialen Angeboten umgehen. Für die Methodenanwendung ist im Fall von Mixed Methods in der empirischen Bildungsforschung das Buch von Michaela Gläser-Zikuda zu empfehlen.


4 verschiedene Mixed Methods Designs

Über das Mixed Methods Design soll die Forschungsfrage einer wissenschaftlichen Arbeit beantwortet werden. Häufig werden die Begriffe „Mixed Methods“ und „Triangulation“ synonym verwendet, was jedoch nicht korrekt ist.

Die Triangulation ist eine Ausprägung des Mixed Methods Ansatzes. Mixed Methods kann mit vier Optionen implementiert werden. Zur Verfügung stehen das Triangulationsdesign, das eingebettete Design, das explanative Design und das explorative Design.

Triangulationsdesign:

Oft verwenden Studierende in Ihren Abschlussarbeiten das Analyseverfahren der Triangulation. Beim Triangulationsdesign werden qualitative und quantitative Daten gleichzeitig erhoben und gleichermaßen in die Auswertung einbezogen. Die so gewonnenen Ergebnisse werden miteinander verglichen, um ein umfassenderes Verständnis des interessierenden Phänomens zu erhalten.

triangulationsdesign mixed methods

Beispiel: Ein Onlinefragebogen (Befragung) wird bspw. statistisch mit Hilfe einer Statistiksoftware ausgewertet und gleichzeitig können die Antworten qualitativ ausgewertet werden.

Eingebettetes Design:



Eine andere Vorgehensweise verfolgt das eingebettete Design. Hier wird entweder als erstes qualitativ oder quantitativ geforscht und an zweiter Stelle wird die jeweils andere Forschungsart „eingebettet“.

eingebettetes design beispiel

Beispiel: Bei einer quantitativen Onlinebefragung, deren Ergebnisse bspw. statistisch ausgewertet werden, können auch einzelne qualitative Fragen beantwortet und ausgewertet werden.

Explanatives Design:



Bei einem explanativen Design folgt auf eine quantitative (statistische) Auswertung eine qualitative Auswertung. Als Verfahren für die qualitative Auswertung eignet sich z.B. die Inhaltsanalyse nach Mayring.

explanatives design

Beispiel: Der gesamte Onlinefragebogen wird statistisch ausgewertet. Zur Vertiefung der Ergebnisse kann bspw. ergänzend eine qualitative Auswertung vorgenommen werden.

Exploratives Design:



Bei einem explorativen Design folgt auf eine qualitative (Fragen) Analyse eine quantitative Analyse während der Forschungsphase. Hier ist ein Vorgehen vom explorativen Design mit explanativem Design gegeben.

exploratives design forschungsmethode

Beispiel: Sie haben einen Onlinefragebogen zum Beispiel qualitativ ausgerichtet und qualitativ ausgewertet. Am Ende stellen Sie allerdings fest, dass Ihnen aber noch Informationen zur Beantwortung Ihrer Forschungsfrage fehlen. Dann werden Sie diesen Onlinefragebogen noch einmal durchgehen und überprüfen, ob Sie noch Möglichkeiten haben, diesen Onlinefragebogen quantitativ auszuwerten.

Wann werden Mixed Methods Ansätze angewendet?

Häufig werden diese Forschungsmethoden in der Psychologie und Sozialwissenschaften für Abschlussarbeiten (Bachelorarbeit, Masterarbeit, Doktorarbeit) angewendet. Denn in der Psychologie und den Sozialwissenschaften ist es das Ziel, neue Erkenntnisse zum jeweiligen Gegenstandsbereich zu schaffen. Es werden Antworten auf Fragen gesucht, die das menschliche Erleben, Verhalten und Handeln betreffen.

Das Mixed Methods Konzept wird angewendet, weil über die Kombination mehrerer Verfahren das Forschungsziel am besten erreicht werden kann. Damit ist die Anwendung insbesondere dann hilfreich, wenn es sich um vergleichsweise unerforschte Themen handelt, die mit der Fokussierung auf einen einzelnen Forschungsansatz nicht umfassend betrachtet werden können.

Unterscheidungskriterium: Qualitative und quantitative Forschung

Bei Mixed Methods ist es wichtig vorher zu wissen, was der Unterschied zwischen qualitativer und quantitativer Forschung ist, um die Ansätze richtig zu kombinieren. Die Unterscheidungskriterien von beiden Forschungsarten stellen wir in der folgenden Tabelle dar. Mehr Informationen über die Anwendung von qualitativer und quantitativer Forschung, erhalten Sie hier.

Methodenklasse

Quantitativer Ansatz

Qualitativer Ansatz

Forschungsansatz (Forschungsdesign)

  • (Labor-) Experiment

  • Quasiexperiment

  • Korrelationsstudie

  • Metaanalyse

  • etc.

  • Deskriptive Feldforschung

  • Handlungsforschung

  • Biografische Methode

  • Gegenstandsbezogene Theoriebildung

  • etc.

(Daten-) Erhebungsmethoden

  • Beobachten

  • Zählen

  • Urteilen

  • Testen

  • etc.

  • Interview

  • Struktur-Lege-Verfahren

  • Gruppendiskussion

  • Teilnehmendes Beobachten

  • etc.

(Daten-) Analysemethoden

  • Beschreibende Methoden

  • Schlussfolgernde Methoden

  • Multivariate Methoden

  • Modelltests

  • etc.

  • Inhaltsanalyse

  • Hermeneutik

  • Semiotik

  • Diskursanalyse

  • etc.

Quelle: In Anlehnung an Hussy, Schreier, Echterhoff (2013)

Hilfe bei der Anwendung des Mixed Methods Ansatzes

Unsere akademischen Ghostwriter haben Erfahrung in der Anwendung vielfältiger Forschungsansätze, wie auch Mixed Methods Konzepte. Hierbei sorgen diese für eine optimal Kombination quantitativer und qualitativer Forschung. Ghostwriter von GWriters kennen den aktuellen Forschungstand und können demnach die Vorgehensweise bei einer Forschung so gestalten, dass Ihre Forschungsfrage am Ende professionell beantwortet wird. Sie wissen, wann ein Studiendesign Sinn ergibt und wann nicht.

Außerdem haben unsere Ghostwriter umfassendes Wissen zu jedem Fachbereich und Themenfeld. Wenn Sie Ihre Forschungsfrage mit einem Mixed Methods Ansatz untersuchen möchten, schicken Sie uns gerne eine unverbindliche Anfrage. Innerhalb von wenigen Stunden erhalten Sie von uns ein kostenloses Angebot für eine professionelle Unterstützung.

Weiterführende Quellen:

Hussy, Schreier, Echterhoff (2013): 2. Auflage, Forschungsmethoden in Psychologie und Sozialwissenschaften für Bachelor

Gläser-Zikuda (Hrsg.) (2010): Mixed Methods in der empirischen Bildungsforschung