Video: Richtig Tabellen Und Abbildungen Zitieren - Die Profi-Anleitung

Video: Richtig Tabellen und Abbildungen zitieren – Die Profi-Anleitung

Grafiken (bzw. Abbildungen) und Tabellen sind ein wichtiges Mittel zur Informationsvisualisierung und Informationsverarbeitung beim Schreiben einer Abschlussarbeit (besonders bei Master – und Doktorarbeiten). Je nach Fachbereich können verschiedene Visualisierungsmöglichkeiten angewendet werden, um relevante Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus den durchgeführten Untersuchungen darzustellen. Die Selektion, der Aufbau und die Implementierung solcher Elemente in wissenschaftliche Arbeiten sollte ein durchdachter und präziser Prozess sein. Ein sehr relevantes Thema für jeden Studenten ist daher auch das Verwenden von Abbildungen und Tabellen in einem wissenschaftlichen Text, besonders wenn sie zum ersten Mal eine wissenschaftliche Arbeit schreiben und darin Tabellen und Abbildungen zitieren müssen. Deshalb möchten wir in unserem neusten Video-Tutorial die richtige Zitierweise solcher Illustrationstypen mit Hilfe von Beispielen zu erklären.

Transkription

Herzlich willkommen zum GWriters-Videoblog!

GWriters ist eine akademische Agentur, die sich auf Coaching, Lektorate und die Erstellung akademischer, wissenschaftlicher Texte spezialisiert hat. Heute möchten wir Ihnen ein Thema näher bringen – ,,Richtig Tabellen und Abbildungen zitieren”. Ein vermeintlich einfaches und simples Thema in einer wissenschaftlichen Arbeit aber dennoch ein nicht zu unterschätzendes Thema, denn es werden immer wieder Fehler gemacht bei der Zitierung von Tabellen und Abbildungen.

Folgende Fälle möchte ich gerne mit Ihnen gemeinsam anschauen:

  1. Einmal den Fall, dass Sie im Text Tabellen oder Abbildungen zitieren, das heißt Sie haben eine Tabelle, Sie haben eine Abbildung im Text angegeben und nehmen dann Bezug auf diese Tabelle in Ihrem Text.
  2. Dann der zweite Fall – die Referenzierung auf eine Tabelle/Abbildung aus einer anderen, aus einer fremden Quelle bzw. der Fall aus einer fremden Quelle, wo die Quelle zwar vorhanden ist – der Autor/der Verfasser aber nicht bekannt ist. Denn auch wenn Informationen fehlen, müssen Sie möglichst korrekt alle Tabellen und Abbildungen zitieren.
  3. Und der dritte Fall: Die Erstellung einer Bezeichnung für die Tabelle/für die Abbildung und natürlich auch die Quellenangabe. Dann: Wo mache ich diese Quellenangabe? Wie mache ich diese Quellenangabe und letztlich dann auch das daraus resultierende Verzeichnis?

Das sind die drei Themen, mit denen wir uns jetzt beschäftigen möchten.

Im Text Tabellen und Abbildungen zitieren

Fangen wir an mit dem ersten Fall der Referenzierung auf eine Tabelle/auf eine Abbildung im Text. Hier ist es wichtig, dass Sie zunächst natürlich einmal die Abbildung und die Tabelle erstellen. Hier ist es dann ganz ganz wichtig darauf zu achten, dass Abbildungen und Tabellen nie für sich alleine stehen im Text. Das heißt, was meine ich damit: ,,Nie für sich alleine stehen im Text”?

Gehen Sie in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit immer auf die Abbildung und auf die Tabelle ein, die kommt, die folgt oder die im vorherigen Text vorhanden war, sei es, indem Sie einfach nur auf diese Tabelle verweisen, indem Sie bspw. eine Klammer machen und dann schreiben: (Siehe Tabelle Nummer so und so), (Siehe Abbildung Nummer so und so). Oder auch das Ganze mit ,,vgl.’’ – vergleiche und dann verweisen auf die Abbildung oder auf die Tabelle, gegebenenfalls noch ergänzt um eine Seitenzahl. Nein, nicht nur das, sondern, dass Sie auch inhaltlich – den Inhalt dieser Tabelle, den Inhalt dieser Abbildung aufnehmen und das auch sprachlich aufnehmen – begründen bzw. belegen bspw. was in der Tabelle, was in der Abbildung steht; es diskutieren oder gegebenenfalls auch weiter ausführen, um zu einem nächsten Inhalt in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu kommen. Das ist ganz, ganz wichtig, also bedenken Sie: Tabellen und Abbildungen stehen völlig unabhängig einmal davon, von der formalen Referenzierung, nie für sich alleine in Ihrem wissenschaftlichen Text.

Wie jetzt dann die formale Referenzierung selber auszusehen hat – ich hatte es kurz erwähnt mit (Siehe Abbildung), (Vergleiche Abbildung), (Vergleiche Tabelle Nr.) und gegebenenfalls noch die entsprechende Seitenzahl in Ihrer Arbeit – das hängt ganz stark davon ab, welche Vorgaben für die Formatierung Ihr Lehrstuhl, Ihre Universität Ihnen gibt. Aber das mit ,,Vergleiche…” und das mit ,,Siehe…” , das wären die gängigen Formatvorgaben. Ein Tipp: Gerade wenn es sich um größere Arbeiten handelt, längere Arbeiten handelt bspw. auch um Dissertationen, arbeiten Sie auf jeden Fall hier mit der Verweisfunktion in Word, weil – Sie kennen das vielleicht selber schon von Ihren Arbeiten – es ändern sich immer mal wieder die Nummerierungen der Abbildungen und Tabellen und dann müssen Sie immer wieder im Text manuell die Nummer der Abbildung/Tabelle ändern. Und wenn Sie mit einem automatischen Verweis arbeiten, macht das Word für Sie automatisch und damit deutlich weniger Fehlerquellen. Also das sollten Sie auf jeden Fall beachten.

Referenzierung auf Tabellen und Abbildungen aus einer anderen Quelle

Der zweite Fall: Referenzierung auf eine Tabelle/Abbildung aus einer anderen Quelle. Also sprich: wir kennen diese Quelle, die Quelle ist uns bekannt und wir haben diese Abbildung dieser Quelle entnommen oder diese Tabelle. Dann geben wir neben der Bezeichnung natürlich diese Abbildung bzw. diese Tabelle dann an. Entweder, dass wir sie selber erstellt haben bzw. “nach-erstellt haben”. Dann wäre die Quellenangabe: eigene Darstellung, Komma, in Anlehnung an, Doppelpunkt und dann die entsprechende Quelle. Also beispielsweise, wenn der Autor jetzt Müller heißt, dann der Hinweis auf: Müller, Komma, das entsprechende Jahr und die Seitenzahl oder sogar auch die Nummer dieser Tabelle bzw. dieser Abbildung aus der fremden Quelle heraus. Das geht beides und auch hier gilt wieder die Aussage, wie Sie es jetzt genau gestalten, das hängt natürlich immer von den Formatvorgaben Ihrer Hochschule, Ihrer Universität ab.

Wenn Sie eine völlig fremde Abbildung übernehmen, also wenn Sie sie nicht selber “nachzeichnen”, und dann diese Abbildungen zitieren, dann erwähnen Sie eben unter der Quelle nur: Müller, Komma, Jahreszahl, Komma, Seite bspw. dieser fremden Quelle, wo die Abbildung bzw. Tabelle erscheint. Oder auch wieder die Abbildungs- bzw. Tabellennummer, hier geht beides. Wichtig ist, dass der Dritte immer nachprüfen kann: Wo ist diese Abbildung her? Wo ist sie erschienen? Jetzt gibt es sicherlich auch Werke wo es keinen Verfasser gibt oder der Verfasser beispielsweise unbekannt ist, die Jahreszahl beispielsweise unbekannt ist. Dann bedient man sich in der Regel der Abkürzung o. V. – kleines o, großes V, steht für ohne Verfasser. Wenn man das Jahr kennt, steht nach diesem o. V.: Komma, das Jahr. Wenn es auch kein Jahr gibt, würde man hinschreiben: o. J.; also ohne Jahresangabe und dann auch hier wieder die Seitenzahl dieser Quelle bzw. auch wieder die Nummer der Abbildung bzw. Tabelle.

Wenn es nicht mal eine Seitenzahl gibt, dann würden Sie o. S. hinschreiben wenn Sie die Tabellen oder Abbildungen zitieren, das steht für ohne Seitenzahl oder ohne Seitenangabe. Auch hier gilt wieder: wie es genau ist, müssen Sie in den Formatvorgaben für Ihre Arbeit reinschauen. Aber das wären so die generellen Standards. Auch hier eben wichtig: selbst wenn es keinen gibt, der die Quelle erstellt hat bzw. der Name nicht bekannt ist, dann ist es aber auf jeden Fall wichtig, trotzdem darauf zu referenzieren.

Bezeichnung und Quellenangabe von Tabellen und Grafiken

Wir haben dies jetzt an den einzelnen Stellen immer schon mal angeschnitten: die Tabellen, die Abbildungsbezeichnung selber. Das impliziert schon: jede Tabelle, jede Abbildung braucht auf jeden Fall eine Bezeichnung. Das kann eine Unterschrift sein, also unter der Abbildung bzw. Tabelle. Das kann aber auch eine Überschrift also über der Abbildung beziehungsweise der Tabelle sein. Auch das hängt wiederum davon ab, welche Formatvorgaben Sie gestellt bekommen. In der Regel ist es so, dass Tabellen Überschriften erhalten und Abbildungen Unterschriften. In der Regel ist es auch so, dass es immer dann gleich danach erscheint, oftmals auch in Fett, vielleicht sogar ein bisschen kleiner als der normale Text. Wenn Sie also den Text beispielsweise in Schriftgröße 11 oder in Schriftgröße 12 schreiben, haben Sie die Beschriftungen beispielsweise in Schriftgröße 10 im Text und unmittelbar darunter dann die Quellenangabe, wie wir es gerade eben angesprochen haben. Oder vielleicht auch die Quellenangabe in der Fußnote, auch beides ist hier möglich. Auch hier hängt es wieder davon ab, welche Formatvorgaben für Sie gelten und dann bei der Quellenangabe in der Regel wieder das gängige Schema, Name, Jahr, Seitenzahl bzw. je nach Herkunft die entsprechende Angabe. Auch hier einfach nochmal der Hinweis, dass es natürlich auch andere Zitierstile gibt, es muss nicht immer Name, Jahr, Seitenzahl sein.

Es kann auch anders sein, es kann nicht durch Komma getrennt sein. Es kann vielleicht noch der Vorname hinzukommen, es kann vielleicht auch nur eine Nummer sein, wenn Sie nur auf Nummern referenzieren. Das hängt natürlich immer ganz stark davon ab: welche Vorgaben haben Sie von der Universität, von der Hochschule? Ganz wichtig, unabhängig von welchen Vorgaben, immer einheitlich machen. Und dann ganz am Ende natürlich, und deswegen auch hier wieder der Tipp, nutzen Sie die Word-Funktion für die Erstellung von Abbildungsunterschriften, Tabellenüberschriften. Dann gehört natürlich auch ein Verzeichnis dazu. Und das ist dann wirklich ganz toll, ganz einfach in Word. Wenn Sie das gemacht haben, wenn Sie alle Abbildungsbezeichnungen, alle Tabellenbezeichnungen mit dieser Word-Funktion erstellt haben, dann brauchen Sie am Ende nur noch auf Referenzen gehen; brauchen auf Abbildungsverzeichnis einfügen beziehungsweise Tabellenverzeichnis einfügen gehen und automatisch haben Sie ein entsprechendes, auch optisch schönes, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis erstellt. Das dann auch automatisch seine Nummerierungen ändert, wenn Sie die Tabellen verschieben und eben auch immer die richtigen Seitenzahlen angibt. Deswegen auch hier auf jeden Fall bei größeren Texten immer auf die entsprechende Word-Funktion zurückgreifen.

Ja, Sie sehen ein kleines Thema aber auch ein wichtiges Thema, weil es zeigt eben auch die Qualität Ihrer Quellenarbeit in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Und zeigt auch, je mehr Abbildungen, je mehr Tabellen Sie haben, dass Sie sich intensiv mit Themen auseinandergesetzt haben. Auch überlegt haben, wie kann ich vielleicht das eine oder andere in Abbildung, in Tabellen darstellen. Aber es gilt nicht der Punkt: immer mehr ist immer besser. Also eine Abbildung und eine Tabelle ist gut, mehrere sind auch gut aber eine Arbeit sollte nicht nur aus Abbildungen und Tabellen bestehen. Das heißt, hier ist immer die gesunde Mischung ganz, ganz wichtig zu beachten und eventuell gibt es ja auch hier Vorgaben Ihres Lehrstuhls. Wenn Sie Hilfe brauchen, wenn Sie Unterstützung brauchen professioneller Art bei der Erstellung von Tabellen und Abbildungen, bei den Beschriftungen, bei den Verzeichnissen, bei den Quellenangaben und auch dann am Ende bei der Automatisierung,

GWriters steht Ihnen hier gerne für eine Unterstützung zur Verfügung. Sei es jetzt im Coaching zum Thema ,,Richtig Tabellen und Abbildungen zitieren”, einem aus vielen anderen Themen oder auch in der direkten Begleitung. In diesem Sinne viel Spaß, viel Glück, viel Erfolg in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit.